Ärzte Zeitung online, 19.11.2011

Thüringer Behörde warnt vor gepanschtem Wodka

ERFURT (dpa). Das Thüringer Landesamt für Lebensmittelüberwachung und Verbraucherschutz hat vor dem Wodka einer Schnapsbrennerei im Eichsfeld gewarnt. Es bestehe der dringende Verdacht, dass ein Teil des Wodkas einen erhöhten Methanolgehalt aufweise.

Betroffen sei die Marke "Excellent Vodka V 24 Original" der Firma Bärenkrone in Leinefelde/Worbis, , teilte die Behörde am Freitag mit. Das Unternehmen sei bereits geschlossen worden.

Methanolvergiftungen können zu schweren gesundheitlichen Schäden wie Erblindung führen und sogar tödlich enden. Die Behörde vermutet, dass der Schnaps vor allem an Diskotheken in Westdeutschland ausgeliefert worden ist.

Das Landesamt hatte nach Angaben eines Sprechers unter anderem aus einer Gesundheitsbehörde in Niedersachsen Hinweise auf mögliche Panschereien erhalten. Im dem Thüringer Betrieb fanden die Lebensmittelkontrolleure Alkohol, der "nicht für Lebensmittelzwecke geeignet" sei.

Zu Zusammenhängen mit einem mutmaßlichen Branntweinsteuerdelikt wollte sich der Sprecher unter Verweis auf Ermittlungen nicht äußern. Die Warnung wurde auch auf das Internetportal www.lebensmittelwarnung.de eingestellt.

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