Ärzte Zeitung online, 01.12.2011

Unicef fordert mehr Engagement in Afghanistan

KÖLN/KABUL (dpa). Kurz vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn hat das Kinderhilfswerk Unicef ein stärkeres Engagement der internationalen Gemeinschaft für afghanische Kinder gefordert.

"Die Kinder in Afghanistan brauchen Sicherheit, Bildung und konkrete Lebenschancen. Nur so kann langfristig eine friedliche Entwicklung eingeleitet werden", sagte der ehemalige UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan und heutige Vorstand von Unicef-Deutschland, Tom Koenigs.

Nach Ansicht von Unicef gibt es zehn Jahre nach dem Sturz des radikal-islamischen Taliban-Regimes in Afghanistan zwar deutliche Verbesserungen bei Bildung und Gesundheitsversorgung.

Allerdings gehörten die Lebensbedingungen der Kinder weiter zu den schlechtesten weltweit. Aufgrund des jahrzehntelangen Konflikt fehle es in vielen Landesteilen an elementaren Strukturen, damit alle Kinder gesund und sicher aufwachsen können und ihre Rechte geschützt sind.

Vor allem die Überlebenschancen kleiner Kinder sind nach Einschätzung von Unicef noch immer schlecht. Demnach erlebt fast jedes fünfte afghanische Kind seinen fünften Geburtstag nicht.

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