Ärzte Zeitung online, 26.12.2011

Experte warnt vor illegalen Böllern

Eine abgerissene Hand: In Potsdam hat ein Jugendlicher die unkalkulierbare Gefahr illegaler Böller erfahren müssen. Kurz vor Silvester warnt ein Experte: "Das Zeug knallt mehr."

Experte warnt vor illegalen Böllern

Finger weg: Illegale Böller.

© dpa

FRANKFURT (ODER) (dpa). Verbrennungen, abgerissene Finger und Hörschäden: Kurz vor dem Jahreswechsel warnt ein Experte vor den gefährlichen Seiten des Silvesterfeuerwerks.

Großen Schaden können vor allem illegale Böller aus dem Ausland verursachen, die nicht nur reines Schwarzpulver enthalten, sondern auch Metalle, wie der Sprecher des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder), Andreas Behnisch, der Nachrichtenagentur dpa sagte.

"Das Zeug knallt mehr." Es gebe aber "unkalkulierbare Gefahren", warnte Behnisch.

Behnisch erinnerte daran, dass es verboten sei, Feuerwerkskörper ohne Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung nach Deutschland einzuführen.

Abgerissene Hand in Potsdam

In der brandenburgischen Grenzregion gibt es vor allem mit Böllern aus Polen Ärger. Dieselben Probleme seien auch an den Grenzen zu Tschechien und den Niederlanden bekannt, sagte Behnisch.

In Polen wird Feuerwerk das ganze Jahr über verkauft. Dort seien die Böller zudem günstiger als in Deutschland, sagte Behnisch. Die Gefahren aber würden unterschätzt.

Ein selbst gebastelter Böller hat einem 21-Jährigen in Potsdam beim Anzünden die Hand abgerissen. Der Feuerwerkskörper explodierte am ersten Weihnachtstag, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Der Mann aus Fichtenwalde kam in eine Klinik. Zwei weitere Menschen wurden bei dem Unglück im Park Babelsberg leicht verletzt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »