Ärzte Zeitung online, 03.01.2012

Philippinen: Furcht vor Leptospirose

MANILA (dpa). Nach den Überschwemmungen auf den Philippinen haben die Behörden die Bevölkerung vor einer tödlichen Infektionskrankheit gewarnt.

Bereits elf Menschen seien auf der Insel Mindanao an Leptospirose gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. 200 weitere Menschen seien erkrankt. Leptospirien kommen oft in Überschwemmungsgebieten vor.

Die Krankheit wird über Tierurin, der ins Wasser gelangt, übertragen. Sie kann Nieren- und Leberschäden verursachen. Menschen können sich beim Kontakt mit kontaminiertem Wasser über kleine Hautverletzungen infizieren.

Die Bakterien sind bei warmblütigen Tieren wie Ratten, Mäusen, Schweinen oder Hunden zu finden.

Die Bewohner der betroffenen Regionen und Notunterkünfte würden mit Medikamenten versorgt, um eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit zu vermeiden, hieß es.

Auf Mindanao tötete der Tropensturm "Washi" am 4. Adventswochenende mehr als 1200 Menschen. Hunderttausende waren bei den Sturzfluten obdachlos geworden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »