Ärzte Zeitung online, 04.03.2012

Im Kreideschlamm versunken - Spaziergänger auf Rügen gerettet

RÜGEN/BREMEN (dpa). Großeinsatz am Königsstuhl auf Rügen: Ein Spaziergänger ist am Samstag unterhalb des bekannten Kreidefelsens in ein Loch aus Kreideschlamm gestürzt. Der Mann sank bis zum Bauch ein und konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am 4. März berichtete.

Mit seinem Handy rief er um Hilfe. Nach einer Suchaktion mit Hubschraubern und Schiffen gelang es den Einsatzkräften, den 57-Jährigen nach rund einer Stunde aus dem Schlamm zu ziehen. Er wurde mit Verdacht auf Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht.

Bei dem Loch habe es sich vermutlich um eine alte Abbruchstelle gehandelt, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.

Der Notfall ereignete sich in der Nähe des Steilküstenbereichs, in dem vor rund zwei Monaten ein zehnjähriges Mädchen ums Leben gekommen war. Sie war am 2. Weihnachtstag mit ihrer Mutter und Schwester an der Küste unterwegs, als sich über ihnen mehrere Tausend Kubikmeter Kreide und Geröll aus der 35 Meter hohen Steilküste lösten. Die Mutter und die ältere Schwester wurden verletzt.

Topics
Schlagworte
Panorama (30371)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »