Ärzte Zeitung online, 10.04.2012

Dioxin-Eier auch in Baden-Württemberg

Die giftigen Eier von einem Hof in Ostwestfalen wurden auch nach Baden-Württemberg geliefert. Der Infektionsweg ist noch unklar.

STUTTGART/DÜSSELDORF (dpa). Mit Gift belastete Bio-Eier aus Westfalen sind auch nach Baden-Württemberg gekommen. Inzwischen sind aber keine belasteten Eier mehr auf dem Markt, wie das Verbraucherministerium in Stuttgart mitteilte.

Bis Dienstag seien wöchentlich rund 4000 Eier von einem Hof in Ostwestfalen an einen Händler im Regierungsbezirk Tübingen geliefert worden.

Die Eier seien fast ausschließlich an die Gastronomie weiterverkauft worden.

"Die nach Baden-Württemberg gelieferten und noch nicht verwendeten Eier wurden nach Angaben des Händlers vernichtet", teilte das Ministerium mit.

150 bis 250 Eier pro Woche seien aber auch im freien Handel verkauft worden. Da die Mindesthaltbarkeit aber abgelaufen sei, müsse man nicht handeln.

Die nordrhein-westfälischen Behörden rätseln nach wie vor, wie die Dioxine und das dioxin-ähnliche PCB in die Bio-Eier von drei Erzeugern gekommen sind.

Sämtliche Futterproben waren bislang negativ. In dieser Woche sollen die Untersuchungsergebnisse von Boden- und Wasserproben Klarheit über die Ursachen bringen.

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