Ärzte Zeitung online, 29.06.2012

Timoschenko verweigert Amtsarzt-Untersuchung

KIEW (dpa). Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat sich einem Gerichtsbeschluss widersetzt und eine Untersuchung durch einen Amtsarzt verweigert.

Einige Leute seien zu der kranken Oppositionsführerin in die Klinik gekommen und hätten sich als Experten ausgegeben, sagte Timoschenkos Verteidiger Sergej Wlassenko am Donnerstag nach Angaben der Agentur Unian. Die 51-Jährige habe die Tests aber abgelehnt.

Das Arztgutachten sollte Grundlage für die Fortsetzung zweier Prozesse am 10. und 12. Juli sein.

Timoschenko beruft sich auf Charité-Ärzte

Ein Gericht in der Stadt Charkow hatte die Untersuchung am Montag angeordnet, nachdem Timoschenko aus gesundheitlichen Gründen nicht zu ihrem zweiten Prozess wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung erschienen war.

Außerdem läuft ein Berufungsverfahren nach ihrer Verurteilung zu sieben Jahren Haft im Oktober 2011 wegen angeblichen Amtsmissbrauchs.

Die Politikerin beruft sich bei ihrem Fernbleiben auf ein Gutachten des deutschen Neurologen Professor Karl Max Einhäupl, der ihr Verhandlungsunfähigkeit attestierte. Timoschenko wird regelmäßig von Spezialisten der Berliner Charité betreut.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »