Ärzte Zeitung online, 23.07.2012

Milupa ruft eine Charge Säuglingsmilch zurück

FRIEDRICHSDORF (dpa). Der Nahrungshersteller Milupa ruft vorsorglich eine Charge der Säuglingsmilch "Aptamil pre" zurück, weil in Proben Spuren eines Keims (Cronobacter sakazakii) entdeckt wurden. Betroffen ist das Produkt "Aptamil pre" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 11.01.2014 und einer Produktionszeit zwischen 02.14 Uhr und 05.00 Uhr,

Nach bisherigen Kenntnissen wurden davon nur zwei Packungen verkauft, und zwar in der Marktkauffiliale in Heide im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein). Sie seien am Mittwoch oder Donnerstag über die Ladentheke gegangen. Der Rest der Charge sei nach bisherigem Wissen nicht verkauft worden, wie das Unternehmen am 20. Juli im hessischen Friedrichsdorf mitteilte.

Nach Darstellung des Unternehmens besteht beim Verzehr des Produkts keine Gefahr für die Gesundheit, wenn es so wie auf der Verpackung angegeben zubereitet wurde. Werde die Säuglingsmilch aber unsachgemäß hergestellt, könne es in den ersten vier bis acht Lebenswochen des Kindes zu Infektionen und Entzündungen kommen, warnte das Unternehmen.

Milupa habe deshalb vorsorglich entschieden, das Produkt zurückzurufen. Dieser Schritt sei mit den Behörden abgestimmt. Die Käufer können das Produkt umtauschen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30664)
Krankheiten
Infektionen (4384)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »