Ärzte Zeitung, 16.11.2012

Weltfrühgeborenentag

Ein Tag für die ganz Kleinen

Der medizinische Fortschritt rettet immer mehr Frühchen das Leben. Doch gerade bei den ganz kleinen Frühchen sind Sterberaten und Behinderungen immer noch hoch. Jetzt soll verbesserte Betreuung helfen.

fruehchen-A.jpg

Frühchen: Mehr Standards gefordert.

© Fotostudio Sessner

MÜNCHEN. Zum Weltfrühgeborenentag am 17. November ruft die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) zu mehr Standards bei der Behandlung von Frühgeborenen auf.

Die Qualität der Betreuung von Eltern und Babys hat unmittelbar Einfluss auf Sterberate und Behinderungen bei Frühchen. Neonatologen sehen Nachholbedarf in der Klinik und bei der Vor- und Nachsorge.

Eltern sollten besser informiert und unterstützt werden. In ihrem Whitepaper "Caring for tomorrow" schlägt die EFCNI konkrete Maßnahmen vor.

In Europa werden jährlich 500.000 Babys zu früh geboren, mit einer Frühchenrate zwischen 5,3 Prozent in Lettland und 14,7 Prozent in Zypern (2010).

Präventiv sollten Mütter besser über Gefahren für die Schwangerschaft informiert werden. Denn Frühgeburten bergen erhöhte Gesundheitsrisiken. (eb)

Auf dem Internetportal www.ene-mene-mini.eu können Unterstützer ihre Stimme für Richtlinien zur Vorsorge, ntensivmedizinischen Betreuung und Nachsorge von Frühchen abgeben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »