Sonntag, 1. März 2015
Ärzte Zeitung, 18.01.2013

Missbrauch

8500 Anrufe bei der Opfer-Hotline

TRIER. Mitten in der neu entflammten Debatte um die Aufklärung sexuellen Missbrauchs in der Katholischen Kirche haben die deutschen Bischöfe Bilanz ihrer telefonischen Opfer-Hotline gezogen.

Knapp 8500 Gespräche seien zwischen 2010 und Ende 2012 unter der Sondernummer geführt worden, teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag in Trier mit.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann kündigte an, die Aufklärung auch nach dem Ende des Telefon-Services fortsetzen zu wollen. "Wir wollen das Vertrauen nutzen, um mit allen Kräften heute und in Zukunft das Verbrechen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen zu verhindern."

Die Bischöfe würden sich "weiterhin mit gleichbleibender Intensität und Konsequenz um eine gründliche und transparenteAufarbeitung bemühen". (dpa)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

KBV-VV: Kampf dem Versorgungsgesetz - mit allen Mitteln

Öffentlichkeitswirksam, aber auch hinter verschlossenen Türen will die KBV für Ände­rungen am Versorgungsstärkungsgesetz kämpfen. Die VV bekräftigte ihre Kritik. mehr »

Tag der Seltenen Krankheiten: Allein, allein

7000 Seltene Krankheiten gibt es, für die meisten stehen keine Therapien zur Verfügung. Ganz einsam sind diese "Waisen der Medizin" aber nicht mehr. Eine Zwischenbilanz zum Tag der Seltenen Krankheiten am 28. Februar. mehr »

Interview mit dem Psychiater: "Für Niels H. hatten die Patienten keine Individualität"

Dr. Konstantin Karyofilis ist der Mann, dem der verurteilte einstige Krankenpfleger Niels H. als Erstes gestanden hat, Patienten mit einer Überdosis eines Herzmedikaments ermordet zu haben. Im Interview spricht der forensische Psychiater aus Oldenburg über den Täter, den Fall und warum jeder Mensch zum Mörder werden kann. mehr »