Ärzte Zeitung, 25.01.2013

Schreikinder

Was hilft Eltern und Babys?

Bei Kindern mit exzessivem Schreien können Maßnahmen wie Ernährungsveränderungen oder Akupunktur helfen.

KÖLN. Wissenschaftler haben im Auftrag des DIMDI verschiedene Ansätze untersucht, die exzessives Schreien bei Kindern verringern sollen.

Zu den dabei betrachteten Schreiambulanzen finden sie keine Studiendaten, die deren Wirksamkeit nachweisen, wie das DIMDI mitgeteilt hat.

Für einzelne Maßnahmen jedoch belegten Studien positive Effekte: So könnten bestimmte Ernährungsveränderungen, Akupunktur oder psychologische Ansätze das Schreiverhalten verbessern.

Die Autoren fassen ihre Ergebnisse in einem HTA-Bericht zusammen (Health Technology Assessment, wissenschaftliche Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien). Für ihren Bericht identifizierten die Autoren 23 wissenschaftliche Studien.

Diese zeigen, dass unter anderem eine angepasste Ernährung das Schreien der Kinder reduziert.

Demnach halfen eine pflanzliche Mischung aus Fenchel, Kamille und Melisse, eine Fenchelsamen-Emulsion, allergenarme Kost, Kräutertee und Saccharose-Lösungen sowie ein Verzicht auf Kuhmilchprodukte. Auch für die Akupunktur weisen Studien positive Effekte nach. (eb)

Der vollständige Bericht ist abrufbar auf: www.dimdi.de

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Der Chop-Suey-Schwindel

Wenn es einem nach dem Verzehr von chinesischem Essen schwindelig wird, muss das nicht am Pflaumenwein liegen: Geschmacksverstärker rücken in den Fokus. mehr »

Waren auch Ärzte beteiligt?

Im mutmaßlichen Abrechnungsbetrug in der Pflege könnten auch andere Berufsgruppen eine Rolle spielen. Das legen Medienberichte nahe. In Norddeutschland wurden währenddessen Dutzende Pflegeheime und Kliniken durchsucht. mehr »

"Es gab keine konsentierten Bewertungen"

Nach dem GOÄ-Desaster meldet sich jetzt der ehemalige BÄK-Verhandlungsführer Windhorst zu Wort. Er erläutert, warum die GOÄ-Verhandlungen gescheitert sind. mehr »