Montag, 31. August 2015
Ärzte Zeitung, 25.01.2013

Schreikinder

Was hilft Eltern und Babys?

Bei Kindern mit exzessivem Schreien können Maßnahmen wie Ernährungsveränderungen oder Akupunktur helfen.

KÖLN. Wissenschaftler haben im Auftrag des DIMDI verschiedene Ansätze untersucht, die exzessives Schreien bei Kindern verringern sollen.

Zu den dabei betrachteten Schreiambulanzen finden sie keine Studiendaten, die deren Wirksamkeit nachweisen, wie das DIMDI mitgeteilt hat.

Für einzelne Maßnahmen jedoch belegten Studien positive Effekte: So könnten bestimmte Ernährungsveränderungen, Akupunktur oder psychologische Ansätze das Schreiverhalten verbessern.

Die Autoren fassen ihre Ergebnisse in einem HTA-Bericht zusammen (Health Technology Assessment, wissenschaftliche Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien). Für ihren Bericht identifizierten die Autoren 23 wissenschaftliche Studien.

Diese zeigen, dass unter anderem eine angepasste Ernährung das Schreien der Kinder reduziert.

Demnach halfen eine pflanzliche Mischung aus Fenchel, Kamille und Melisse, eine Fenchelsamen-Emulsion, allergenarme Kost, Kräutertee und Saccharose-Lösungen sowie ein Verzicht auf Kuhmilchprodukte. Auch für die Akupunktur weisen Studien positive Effekte nach. (eb)

Der vollständige Bericht ist abrufbar auf: www.dimdi.de

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Flüchtlinge in Europa: "Ich bin dankbar, dass ich jetzt hier bin"

Immer mehr Flüchtlinge strömen nach Westeuropa. Viele Länder sind mit den Massen überfordert, die Stimmung heizt sich auf. Einblicke in die Lage auf den griechischen Inseln und in anderen Teilen Europas - mit Video. mehr »

KBV-Befragung zeigt: Lange Wartezeiten für die meisten Patienten kein Problem

Lange Wartezeiten auf einen Arzttermin - ist das nur eine Illusion? Laut aktueller KBV-Versichertenbefragung jedenfalls sind fast zwei Drittel der Patienten mit der Terminvergabe zufrieden. KBV-Chef Dr. Andreas Gassen räumt aber auch Probleme ein. mehr »

Pro Jahr: Arztpraxen buttern vier Milliarden Euro in Bürokratie

In Arzt- und Zahnarztpraxen werden im Jahr vier Milliarden Euro für Bürokratie ausgegeben. Zu diesem Ergebnis kommt der Nationale Normenkontrollrat in einer Untersuchung gemeinsam mit den Spitzenverbänden der Selbstverwaltung. mehr »