Ärzte Zeitung, 04.06.2013

Auszeichnung

Deutscher Dr. House ist "Arzt des Jahres"

Der Marburger Medizinprofessor wurde mit Lernkonzept zur US-TV-Serie bekannt.

Deutscher Dr. House ist „Artz des Jahres“

Jürgen Schäfer gilt als "deutscher Dr. House".

© Gesa Coordes

MARBURG. Er gilt als "deutscher Dr. House". Jetzt ist der Marburger Medizinprofessor Jürgen Schäfer mit dem Gesundheitspreis "pulsus-award" als "Arzt des Jahres" geehrt worden.

Damit zeichnen die Techniker Krankenkasse und die "Bild am Sonntag" stille Helden der Gesundheit aus, die sich in außergewöhnlicher Weise für andere einsetzen.

Schäfer verdankt seinen Spitznamen seinem ebenso ungewöhnlichem wie erfolgreichem Lehrkonzept. Seit fünf Jahren nutzt er Fälle aus der amerikanischen Fernsehserie um Dr. House für den Hörsaal.

"So zeige ich meinen Studenten, wie man erfolgreich seltene und unklare Erkrankungen diagnostiziert", sagt der Kardiologe, der inzwischen schon rund 80 Vorlesungen auf der Grundlage der Ärzteserie gehalten hat.

Auch im Alltag kümmert er sich im Stil von Dr. House vor allem um Patienten mit unerkannten Krankheiten. Sie kommen mittlerweile aus ganz Deutschland mit unklaren Diagnosen und einem oft jahrelangen Leidensweg zu ihm.

Für seine ungewöhnliche Idee wurde er in der Vergangenheit bereits mit dem Bundeslehrpreis "Ars Legendi" für exzellente Lehre ausgezeichnet. (coo)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »