Ärzte Zeitung online, 20.01.2014

Herne

Babyleiche aus Krankenhaus verschwunden

Die Leiche eines nach einer Op gestorbenen Frühchens ist aus dem Marienhospital in Herne verschwunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits.

KÖLN. Aufregung um den verschwundenen Leichnam eines Babys: Seit einigen Tagen wird im Herner Marienhospital in Nordrhein-Westfalen ein totes Frühchen vermisst, das nach einer Notoperation in dem Krankenhaus gestorben war.

Als ein Bestatter den Leichnam des Mädchens abholen wollte, war dieser nicht mehr im Aufbewahrungsraum des Krankenhauses. Die Verwandten hatten bereits am Friedhof auf das Eintreffen des Leichnams gewartet.

Wann das Kind genau verschwunden ist, ist bisher unklar. Zutritt zu dem Raum, in dem der Leichnam aufbewahrt wurde, hatten nach Angaben des Krankenhauses, nur das Personal und die Bestatter.

Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe aufgenommen. "Die Klinikleitung unterstützt uneingeschränkt die laufenden Ermittlungen der Polizei", erklärte Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth Gruppe, zu dem das Marienkrankenhaus gehört. Er hat keine Erklärung für das Verschwinden des Leichnams.

Das Mädchen kam nach nur sechs Monate dauernder Schwangerschaft in Wuppertal auf die Welt. Bei der Geburt wog es 550 Gramm. Für eine Operation wurde es in die Kinderchirurgie des Herner Krankenhauses verlegt.

Dort starb es im Beisein der Eltern. Anschließend wurde es bis zur Bestattung in einem Abschiedsraum aufgebahrt. (ld)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »