Ärzte Zeitung, 05.08.2014

Peter-Hansen Volkmann

Viele Profisportler schwören auf seine Vitamine

Viele Profisportler schenken Peter-Hansen Volkmann ihr Vertrauen. Mit der richtigen Ernährung macht der Allgemeinmediziner sie fit für Belastungen.

Von Dirk Schnack

Viele Profisportler schwören auf seine Vitamine

Mit seinen Vitamin- und Darmkuren hat Allgemeinmediziner Peter-HansenVolkmann Spielerinnen des VfL Wolfsburg wieder fit gemacht.

© Dirk Schnack

LÜBECK. Deutsche Meisterschaft, Deutscher Pokalsieg, Champions League - der VfL Wolfsburg hat im vergangenen Jahr das Triple geschafft. In diesem Jahr verteidigten die Frauen des Werkclubs ihre Titel in der Champions League und in der Meisterschaft erfolgreich.

Bei der medizinischen Betreuung des Kaders setzt der Verein im Hintergrund auch auf einen Allgemeinmediziner aus Lübeck, der inzwischen zahlreiche Spitzensportler zu seinen Patienten zählt: Peter-Hansen Volkmann.

Rein äußerlich wirkt Volkmann im Milliardengeschäft Spitzensport so deplatziert wie ein Skiläufer auf dem Tennisplatz. Sein Markenzeichen ist ein grauer Rauschebart und mit seinen 67 Jahren könnte Volkmann gern der Großvater mancher Athleten sein.

Die aber vertrauen ihm. Mit Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Mona Barthel hat er fast die gesamte weibliche deutsche Tenniselite betreut.

Skifahrer, Snowboarder, Segler, Triathleten, Geher - deutsche Spitzensportler aus zahlreichen völlig unterschiedlichen Disziplinen rufen bei Problemen in Volkmanns Praxis im Lübecker Arbeiterstadtteil Kücknitz an, wenn die medizinischen Stäbe der Auswahlkader Unterstützung brauchen - und manchmal auch, weil sie einfach ratlos sind und die Athleten scheinbar ohne Alternative auf eine Operation zusteuern.

Volkmann hat sich in ihren Kreisen einen Namen gemacht, weil er mit eigens hergestellten Nahrungsergänzungsmitteln und konsequenter Umstellung der Ernährung viele Sportler aus tiefen Leistungskrisen herausgeholt oder ihre Leistungen auf hohem Niveau optimiert hat.

"Ich mache eigentlich immer das Gleiche - und das wundert viele Kollegen", sagt Volkmann, der mit seinem Ansatz immer wieder erfolgreich ist.

Studie mit Damen des VfL Wolfsburg

In den Spitzensport gefunden hat er, weil er sich schlicht geärgert hat, wie unzureichend viele junge Athleten nach seiner Beobachtung betreut werden. Denn die Ernährungsmedizin werde bei vielen gesundheitlichen Problemen im Spitzensport noch immer ignoriert. Seine Erfahrungen aus dem Bundesliga-Alltag der Männer, wo er zeitweise Spieler von Schalke 04 mitbetreute, sind ernüchternd.

"Die Vereine machen Millionenumsätze. Wenn es aber um die Ernährung ihrer Spieler, ihres wichtigsten Kapitals, geht, wählen viele Vereine lieber die kostenlos gelieferten Billigprodukte ihres Sponsors statt hochwertiger biologischer Kost", sagt Volkmann.

Bei den Frauen des VfL Wolfsburg entschloss man sich nach verblüffenden Einzelerfahrungen mit der Behandlung bei Volkmann zu einer Studie über Vitamin- und Darmsanierung. Eine Hälfte des Kaders wurde herkömmlich betreut, die andere mit Volkmanns Therapiekonzept.

Die Ergebnisse sprachen für Volkmann und führten zu einer intensiveren Zusammenarbeit. Er erreichte eine verbesserte Mobilität, Koordination und mehr Ausdauer bei verkürzter Rekonvaleszenz. Zuvor hatte Volkmann mehrfach Spielerinnen, die eigentlich operiert werden sollten, beschwerdefrei bekommen.

Solche Erfolge genießt der streitbare Allgemeinmediziner, auch weil er vielen in der Schulmedizin verankerten Orthopäden ein Dorn im Auge ist.

"Viele von denen weigern sich immer noch, bei Verletzungen Zusammenhänge zur Ernährung herzustellen. Es gibt noch viele Vorbehalte gegen die Behandlung mit Vitaminen", sagt Volkmann. Genau darauf setzt er: Hochdosierte Vitamin- und Darmkuren mit selbst hergestellten Reinstoff-Präparaten.

Kassenzulassung vor zehn Jahren abgegeben

Die Kombination mit seiner naturheilkundlichen Sicht hat ihn vor Jahrzehnten zu einem Außenseiter im Medizinbetrieb gemacht, der aber auf viele Erfolge verweisen kann - auch außerhalb des Sports.

Seit er vor rund zehn Jahren seine Kassenzulassung abgegeben hat, baut er ausschließlich auf Privatpatienten und deren Versorgung mit Nahrungsergänzungsmitteln aus eigener Herstellung, die er unter Regie der eigenen Familie unter dem Namen "hypo-A" international vertreibt.

Dass die sich nicht bei jedem Sportverband auf Dauer durchsetzen, liegt nach seiner Ansicht auch an den Gepflogenheiten der Branche. Volkmann kann den Spitzensportlern seine Präparate und sein Know-how anbieten, aber sie nicht auch noch finanziell unterstützen.

Große Konzerne aber treten oft als finanzieller Sponsor auf und erhalten damit die Möglichkeit, die eigenen Mittel werblich durchzusetzen.

Auf Volkmanns Homepage türmen sich inzwischen trotzdem schon zahlreiche Referenzen aus dem Spitzensport.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »