Ärzte Zeitung online, 19.06.2015

Indien

33 Tote durch gepanschten Schnaps

Mindestens 33 Inder sind gestorben, nachdem sie gepanschten Schnaps getrunken haben. Weitere Opfer liegen noch im Krankenhaus - ihr Zustand ist äußerst kritisch.

MUMBAI. In Indien sind mindestens 33 Menschen gestorben, nachdem sie gepanschten Schnaps getrunken hatten.

Die Opfer seien vor allem Bauarbeiter und Auto-Rikscha-Fahrer aus einer Slum-Gegend in Mumbai (früher Bombay), sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Neun weitere Männer lägen in Krankenhäusern und seien in einem kritischen Zustand.

Günstiger als professionell hergestellter Schnaps

Der Konsum von Schwarzgebranntem ist in Indien weit verbreitet, da er weitaus günstiger ist als professionell hergestellter Schnaps.

Immer wieder werden die Getränke mit dem Industrie-Alkohol Methanol vermischt, was zu schweren Vergiftungen führen kann.

Erst im Januar starben 38 Menschen, nachdem sie gepanschten Alkohol getrunken hatten.

In Mumbai berichteten Zeugen der Polizei, die Männer hätten sich übergeben, nachdem sie am Mittwoch von dem Schnaps getrunken hätten. Viele klagten den Angaben zufolge außerdem über Bauchschmerzen und seien plötzlich zusammengebrochen.

Am Donnerstag habe es die ersten Toten gegeben. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest. Proben des Schnapses sollten nun untersucht werden, ergänzte der Polizeisprecher. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »