Ärzte Zeitung online, 03.08.2015

Kokain und Heroin

Immer mehr Drogenschmuggel in Lebensmittelkisten

Drogenkartelle schmuggeln Kokain und Heroin zunehmend in Kartons mit Nüssen, Gemüse und Obst nach Europa. Kann das ein Risiko für die Gesundheit sein?

HAMBURG/BERLIN. Derzeit könne von einer "Häufung von Sicherstellungen" insbesondere in Kartons mit Nüssen, Gemüse und Obst gesprochen werden, heißt es in einer im "Spiegel" veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen.

So hätten Fahnder seit 2010 in 27 Fällen Kokain zwischen Bananen und anderen Südfrüchten entdeckt - insgesamt 2542 Kilogramm.

Erst Mitte vergangener Woche tauchten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mindestens 400 Kilogramm Kokain unter Bananen auf.

So fanden Mitarbeiter eines Supermarktes in Braunschweig mehrere Drogenpakete, als sie Obstkisten auspackten.

Die Bundesregierung schließe aus, dass durch diese Schmuggelmethode die Gesundheit von Menschen gefährdet sein könnte: Die "Beifracht" von Drogen sei "besonders gut verpackt, mutmaßlich auch mit dem Ziel, den Einsatz von Spürhunden zu erschweren". (dpa)

Topics
Schlagworte
Panorama (30661)
Organisationen
Spiegel (1060)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4342)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »