Ärzte Zeitung, 07.05.2004

FUNDSACHE

Erste Ausstellung von Wünschelruten

Mit einer umgedrehten Astgabel schreitet der Mann durchs Haus. Plötzlich fängt die Gabel an zu zittern. "Hier", flüstert der Mann, "hier ist eine Wasserader."

Was vielen suspekt ist, daraus machen andere eine Wissenschaft. Jetzt ist sogar die nach Angaben des Sächsischen Vereins für Forschung erste Wünschelrutenausstellung der Welt eröffnet worden, und zwar im Schloß Lichtenwalde bei Chemnitz. Die Ausstellung trägt den Untertitel "Physik und Radiästhesie".

Die Radiästhesie ist die Wissenschaft, die sich mit den Erdstrahlen beschäftigt, welche mit Hilfe der Wünschelruten ebenso sicher aufgespürt werden. Die Anwendung der Wünschelrute, so liest man in der "Zeitschrift für Radiästhesie", sei "außerordentlich vielgestaltig und zugleich anhaltend vielversprechend".

Als Zeuge wird Moses genannt, der mit seinem Stab nicht der erste Wünschelrutengänger gewesen sei. "Die Spur führt bis in die Steinzeit zurück." (Smi)

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