Ärzte Zeitung, 09.06.2004

FUNDSACHE

Hoher Status, langes Leben

Ein Professor lebt länger als ein Stationsarzt, der nur einen Doktortitel hat. Der wiederum hat aber eine längere Lebenserwartung als ein Hausmeister. Das wären Konsequenzen aus der Theorie des Epidemiologen Professor Michael Marmot aus London, über die "New Scientist" online berichtet.

Über 30 Jahre lang hat Marmot die Lebenserwartung in Industriestaaten untersucht. Hier sind nicht mehr Armut oder schlechte medizinische Versorgung entscheidend, sondern hier bestimmt hauptsächlich der soziale Status die Lebenserwartung, schreibt er im gerade erschienenen Buch "Status Syndrome". Je höher jemand klettert auf der sozialen Leiter, umso gesünder und glücklicher ist er, und umso länger lebt er, ist Marmots These.

Und dabei können schon Kleinigkeiten ausschlaggebend sein: Filmschauspieler, die einen Oskar gewonnen haben, etwa haben eine um drei Jahre längere Lebenserwartung als Stars, die nur nominiert waren. (ug)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »