Ärzte Zeitung, 09.09.2004

FUNDSACHE

Ein Roboter, der Fliegen frißt

Britische Forscher haben einen beweglichen Roboter entwickelt, der Fliegen verspeist und somit seine eigene Energie produziert.

Acht blaue Brummer, handgefüttert, reichen aus, um den kleinen EcoBot II fünf Tage lang satt zu machen, berichten Chris Melhuish und Kollegen von der Universität in Bristol ("New Scientist" 2464, 2004, 19).

Bei dieser schmalen Ration schaffe der Roboter ein Spitzentempo von zehn Zentimetern pro Stunde. Der mit Sensoren ausgerüstete EcoBot soll in unwegsamen und gefährlichen Umgebungen eingesetzt werden.

Um von Batterien unabhängig zu werden, haben die Forscher für den Roboter eine Art Verdauungssystem erdacht: In seinen acht Brennstoffzellen verdauen E.-coli-Bakterien aus Klärschlamm die Fliegen und bauen Zuckermoleküle ab. Dabei werden Elektronen frei. Und so wird Strom produziert. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »