Ärzte Zeitung, 18.03.2005

FUNDSACHE

Ministerrücktritt? Modell weiß Antwort

Tritt Außenminister Joschka Fischer aufgrund der Visa-Affäre zurück, oder bleibt er im Amt? Ein Namensvetter von Fischer gibt jetzt vor, darauf die Antwort zu kennen.

Jörn Fischer vom Lehrstuhl für vergleichende Politikwissenschaft an der Kölner Universität hat in seiner Diplomarbeit "Ministerrücktritte in der Bundesrepublik Deutschland 1983 bis 2002" untersucht und daraus ein Modell entwickelt, das wahrscheinliche Prognosen erlaube.

Fischer arbeitete anhand von 77 Rücktrittsdiskussionen der vergangenen 20 Jahre Faktoren heraus, die besonders rücktrittsgefährdend wirken. Als Variablen gelten die Intensität der Rücktrittsdiskussion sowie die Positionen des Bundeskanzlers, der Medien und der Öffentlichkeit.

Rücktritt oder Amtsverbleib eines in die Schußlinie geratenen Ministers würden auf diese Weise vorhersehbar. Im Fall der Visa-Affäre prognostiziert das Modell: Außenminister Joschka Fischer bleibt im Amt! (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »