Ärzte Zeitung, 29.03.2005

FUNDSACHE

Lehrers Rotstift für Schüler zu aggressiv

In unserem Nachbarland Frankreich sehen immer weniger Schüler rot. Zumindest trifft dies auf ihre Hausaufgaben- und Klassenarbeitshefte zu. Denn Fehler in französischen Schulen werden immer seltener mit roten Stiften angestrichen.

Die Farbe sei zu aggressiv, befinden Lehrer französischer Grund- und Hauptschulen. Empfindsame Kinder reagierten mit Schrecken oder Gewissensbissen auf die rote Mahnung, weshalb man zunehmend auf andere Farben ausweiche.

Französische Schreibwarenhändler haben bereits einen Rückgang der Verkäufe von Rotstiften um etwa zehn Prozent festgestellt. Pädagogen setzen zunehmend lilafarbene oder auch grüne Stifte ein, um Rechenfehler und falsch geschriebene Wörter anzustreichen.

Allerdings, so ist von Schulseite zu hören, könnte sich dieser Trend wieder umkehren, wenn Schüler auf sanftere Farben nicht reagieren und Fehler Fehler sein lassen. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »