Ärzte Zeitung, 15.06.2005

"Die Politik hat uns wurscht zu sein"

Die Wies’nwirte wollen bei vorgezogenen Bundestagswahlen die Politik vom Münchner Oktoberfest verbannen. "Wir werden den Politikern am Eröffnungssamstag keine Plattform bieten", kündigte Wies’n-Chefin Gabriele Weishäupl gestern in der Münchner "Abendzeitung" an.

Politik gehöre nicht auf das größte Volksfest der Welt. Selbst am Wahlsonntag soll die Politik in den Bierzelten des Oktoberfests, das bekanntlich schon im September beginnt, keine Rolle spielen. Wirtesprecher Toni Roiderer sagte, "wir werden uns dazu verpflichten, in den Zelten keine Fernseher und Radios aufzustellen und auch keine Hochrechnungen zu verkünden".

Die Wirte wollten die Empfehlungen des Kreisverwaltungsreferats exakt einhalten. "Die Politik hat uns wurscht zu sein", betonte Roiderer. Bei der Bundestagswahl 2002 war es dem Bericht zufolge immer wieder vereinzelt zu Ausschreitungen gekommen, wenn Wahlergebnisse laut auf der Bühne verkündet wurden. In einigen Zelten habe sogar der Wirt einschreiten müssen, um Schlimmeres zu verhindern. (ddp.vwd)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »