Ärzte Zeitung, 11.10.2005

FUNDSACHE

Polizisten müssen draußen bleiben

Ärger mit der Polizei hat sich ein Hausarzt aus Unna eingehandelt. Er ist kein notorischer Raser und hat sich auch nicht anderer Vergehen schuldig gemacht. Nein, der Arzt will schlicht und ergreifend keine Polizisten behandeln.

Einem Polizisten, der zu einer Vorsorgeuntersuchung in die Praxis gekommen war, wies die Helferin aus diesem Grund die Tür. Der Freund und Helfer glaubte an einen schlechten Scherz, doch der Hausarzt belehrte ihn am Telefon eines Besseren: Er habe schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht und deshalb Angst, bei der Behandlung des Patienten - gegen den er persönlich keinen Groll hegt - einen Fehler zu machen.

Der Ordnungshüter findet die Diskriminierung einer ganzen Berufsgruppe skandalös und hat sich bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe über den Arzt beschwert. Hoffentlich führt die Zurückweisung bei ihm nicht zu dem Umkehrschluß: Ich helfe niemals Ärzten. (iss)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
Organisationen
ÄK Westfalen-Lippe (417)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »