Ärzte Zeitung, 11.10.2005

FUNDSACHE

Polizisten müssen draußen bleiben

Ärger mit der Polizei hat sich ein Hausarzt aus Unna eingehandelt. Er ist kein notorischer Raser und hat sich auch nicht anderer Vergehen schuldig gemacht. Nein, der Arzt will schlicht und ergreifend keine Polizisten behandeln.

Einem Polizisten, der zu einer Vorsorgeuntersuchung in die Praxis gekommen war, wies die Helferin aus diesem Grund die Tür. Der Freund und Helfer glaubte an einen schlechten Scherz, doch der Hausarzt belehrte ihn am Telefon eines Besseren: Er habe schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht und deshalb Angst, bei der Behandlung des Patienten - gegen den er persönlich keinen Groll hegt - einen Fehler zu machen.

Der Ordnungshüter findet die Diskriminierung einer ganzen Berufsgruppe skandalös und hat sich bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe über den Arzt beschwert. Hoffentlich führt die Zurückweisung bei ihm nicht zu dem Umkehrschluß: Ich helfe niemals Ärzten. (iss)

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