Ärzte Zeitung, 12.10.2005

FUNDSACHE

Von Merkels Nerven und Merkels Muskel

Angela Merkel wird Kanzlerin, und mancher fragt sich, wie das passieren konnte. Dabei hätte ein Blick ins Anatomie-Buch gereicht, um zu bemerken, daß es oft das Unscheinbare ist, das große Effekte verursacht.

Die Merkel-Zellen zum Beispiel kommen in der Epidermis vor und sind dort an der Rezeption mechanischer Reize beteiligt. Selbiges trifft für die Merkel-Tastscheiben, auch Merkal-Tastzellen genannt, scheibenförmige Nervenendigungen im Stratum germinativum, zu - "Merkels Nerven" also.

Und dann gibt es da noch den Musculus ceratocricoideus (englisch: Merkel’s muscle), ein Faszikelchen des M. cricoarytenoideus posterior - immerhin der Öffner der Stimmritze. Beidseitige Lähmung bewirkt starke Atemnot. Auf Merkels Muskeln ist man also schlicht und ergreifend angewiesen. (ner)

Die anatomischen Begriffe gehen auf die deutschen Anatomen Friedrich Merkel (1845 bis 1919) und Karl Merkel (1812 bis 1876) zurück.

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