Ärzte Zeitung, 03.02.2006

FUNDSACHE

Tauben als lebende Smogmelder

Mit kleinen Rucksäcken voller Hightech soll eine Schar Tauben in der kalifornischen Stadt San Jose die Luftqualität überwachen: Noch in diesem Jahr werden die lebenden Smogmelder, ausgestattet mit einem GPS-Empfänger, einigen Gassensoren und Teilen eines Mobiltelefons, bei ihren Ausflügen Daten über die Luftverschmutzung über der US-Stadt sammeln, berichtet der "New Scientist" in seiner neuen Ausgabe.

Der Clou: Die Daten werden direkt per SMS an ein Weblog geschickt und können damit praktisch in Echtzeit via Internet beobachtet werden. Die Idee für das Tauben-Blog stammt von der Ingenieurin und Künstlerin Beatriz da Costa von der Universität in Irvine.

Zusammen mit Studenten hat sie bereits einen Prototypen der Taubenausrüstung gebaut. Allerdings ist das Hightech-Päckchen bisher noch zu groß, um in einen Rucksack für die Tauben zu passen - ein Problem, das die Forscher aber bald lösen wollen. (ddp.vwd)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »