Ärzte Zeitung, 17.03.2006

Franzose mußte tiefgefrorene Eltern einäschern

ANGERS (dpa). Jahrelang hatte Rémy Martinot vor Gericht dafür gekämpft, seine bei minus 65 Grad in der Krypta ihres Schlosses tiefgefrorenen Eltern dort lassen zu können (wir berichteten).

Jetzt haben eine technische Panne und ein versagendes Alarmsystem dafür gesorgt, daß der Westfranzose aus Nueil-sur-Layon bei Angers seine 1984 und 2002 konservierten Eltern doch einäschern mußte.

"Die Temperatur war im Februar wahrscheinlich für mehrere Tage auf minus 20 Grad gestiegen", sagte Martinot der Zeitung "Courrier de l'Ouest". Zu warm für eine Langzeitkonservierung.

Seinem Vater, einem Arzt, hatte Martinot versprechen müssen, ihn nach dem Tod wie zuvor auch dessen Ehefrau tiefgefroren in der Krypta zu bestatten und auf den wissenschaftlichen Fortschritt zu hoffen, der sie eines Tages vielleicht doch wieder zum Leben hätte erwecken können. Zwei Gerichte und zuletzt der Staatsrat entschieden aber, die Bestattungsform sei unrechtmäßig.

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »