Ärzte Zeitung, 07.07.2006

FUNDSACHE

Knigge für den Kongo

Zwischen dem Kongo und Deutschland liegen Welten - zumal was die Etikette angeht. Damit die etwa 780 deutschen Soldaten im Kongo im Umgang mit Einheimischen nicht leichtfertig Verstimmungen riskieren, beraten auch externe Fachleute die Bundeswehr.

Vor allem müssen sich die deutschen Soldaten in Höflichkeit üben. "Wir Deutschen kommen bei Gesprächen immer recht direkt zur Sache", sagt die Ethnologin Anna-Maria Brandstetter von der Uni Mainz. Dagegen gelte es in Afrika als Ausdruck von Respekt und Höflichkeit, eine Unterhaltung mit einer ausführlichen Begrüßung zu eröffnen, um sich aufeinander einzustimmen.

"So gehört es zum guten Ton, sich nach dem Wohlbefinden der Familie zu erkunden." Der Projektmanager der Deutschen Welthungerhilfe im Kongo, Georg Dörken, nennt vor allem Respektbezeugungen für alte Menschen wichtig. Ihre Weisheit und Lebenserfahrung hätten einen hohen Stellenwert. (dpa)

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