Ärzte Zeitung, 22.08.2006

FUNDSACHE

Abfluß-Probleme führen zum Erröten

Erröten ist nicht eine Folge von erhöhtem Blutzufluß, sondern entsteht durch einen verlangsamten Abfluß des Blutes. Angst davor zu haben, rot zu werden, verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Das schließen australische Forscher aus Untersuchungen an 16 Freiwilligen, die Angst vor dem Erröten haben. Die Forscher um Peter Drummond von der Murdoch-Universität in Perth untersuchten den Blutfluß in den Gesichtern dieser Probanden, während diese unangenehme Aufgaben zu erledigen hatten, und verglichen diese Werte mit denen von ebenfalls 16 Versuchsteilnehmern, die nicht zum Rotwerden neigen ("Behaviour Research and Therapy", Online-Vorabveröffentlichung).

Bei Personen beider Versuchsgruppen wurde ein erhöhter Blutfluß im Gesicht festgestellt. Bei denen, die zum Erröten neigen, dauerte es jedoch länger, bis dieses Blut wieder aus dem Gesicht verschwand. Der Effekt führt dazu, daß die Rötung im Gesicht sichtbar wird. (ddp.vwd)

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