Ärzte Zeitung, 30.08.2006

FUNDSACHE

Auch Amöben haben Familiensinn

Amöben halten in schlechten Zeiten zu ihrer eigenen Sippe. Einige der sogenannten Kollektiven Amöben sterben sogar, um das Überleben der Gruppe zu sichern, berichtet ein Forscherteam um Natasha Mehdiabadi von der Universität von Texas in Austin in dem britischen Fachjournal "Nature" (442, 2006, 881).

Es sei zuvor nicht bekannt gewesen, daß die Mikroorganismen ihre eigene Sippe erkennen und sich von anderen so stark abgrenzen können. "Man dachte, dieses ausgeklügelte Verhalten sei höheren Wesen vorbehalten", schreiben die Wissenschaftler.

Kollektive Amöben leben eigentlich als ungeschlechtliche Einzeller im Waldboden. Bekommen sie nicht genug Bakterien als Nahrung, kriechen sie aber zu Tausenden zu einer beweglichen Schleimmasse zusammen, ihrem sogenannten Fruchtkörper. In dieser sterben einige Amöben, um dann als Stielgebilde die für die Fortpflanzung wichtigen Sporen zu verbreiten. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »