Ärzte Zeitung, 15.11.2006

Süchtig nach Beerdigungen

Manche sind nikotinsüchtig, andere kommen nicht von Glücksspielen oder dem Internet-Surfen los. Luis Squarisi aus Brasilien ist süchtig nach Beerdigungen.

Und das geht so weit, daß er seinen Job gekündigt hat, um Zeit für Beerdigungen zu haben, berichtet die britische Online-Agentur Ananova. Der 42jährige war seit 20 Jahren bei jeder einzelnen Beerdigung in seiner Heimatstadt Batatais.

"Begonnen hat das mit dem Tod meines Vaters im Jahr 1983", sagte Squarisi einem brasilianischen Fernsehsender. "Als erstes mache ich morgens das Radio an, um zu hören, ob jemand gestorben ist. Wenn es da keine Meldung gibt, rufe ich die Krankenhäuser und das Bestattungsunternehmen an."

Ein Sprecher dieses Unternehmens sagte: "Jeder erwartet, ihn bei den Beerdigungen zu sehen. Er ist schon berühmt. Deshalb möchten wir nicht, daß er eine Therapie macht." (ug)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »