Ärzte Zeitung, 29.11.2006

FUNDSACHE

Geldstrafe für schwangeren Mann

"Sieben Tage krank wegen Schwangerschaft" stand auf dem gynäkologischen Attest, das bei einer südafrikanischen Firma einging. Nur, es handelte sich nicht um eine weibliche Angestellte, sondern um den 27jährigen Charles Sibindana.

Die Arbeitgeber wurden mißtrauisch und forschten nach. Und nun stand der Mann vor einem Gericht in Vereenigung in der Nähe von Johannesburg. Dort wurde er zu einer Strafe von umgerechnet gut 100 Euro verurteilt wegen Fälschung, berichten die britischen Medien BBC und Ananova.

Sibindana hatte nämlich das Attest in einer Klinik gestohlen, die von seiner schwangeren Freundin regelmäßig aufgesucht wurde. Sibindana habe offenbar nicht gewußt, daß Gynäkologen nur Frauen behandeln, und sich nichts dabei gedacht, das Attest zu fälschen, so das Gericht. In Zukunft möge er nicht mehr so tun, als sei er schwanger, um ein paar Tage frei zu haben, warnte der Richter Sibindana. (ug)

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