Ärzte Zeitung, 01.03.2007

FUNDSACHE

Eine Tätowierung ist kein Kunstwerk

Auf der Leinwand wären die Motive Kunst, auf der Haut sind sie es in der Regel nicht. Tätowierer jedenfalls ist kein Beruf, der in die Künstlersozialversicherung gehört, urteilte gestern das Bundessozialgericht in Kassel.

Ein Tätowierer aus Niedersachsen wollte in die gesetzliche Pflichtversicherung für Künstler und Publizisten hinein. Bei Gericht reichte er Fotos seiner von internationalen Kunden auf nackter Haut getragenen Werke ein. "Das hat mehr Qualität als vielleicht bei manchem Künstler", meinte in Kassel anerkennend der Vertreter der Künstlersozialkasse. "Aber vom Gesetz ist es einfach nicht erfasst."

So sah es auch das BSG: Trotz einer "künstlerischen Komponente" stünden beim Tätowieren Hygienekenntnisse und handwerkliche Fähigkeiten im Vordergrund. Zu einer Ausnahme könne nur Anerkennung in Kunstkreisen führen - wie bei dem Koch, der zur diesjährigen weltweit bekannten Kasseler Kunstschau Documenta geladen ist. (mwo)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »