Ärzte Zeitung, 06.03.2007

FUNDSACHE

Lehrstuhl für den Spaziergang

Der Mann hat einen Traum wahr gemacht: Martin Schmitz verdient sein Geld im Spazierengehen. Der 50- Jährige hat den deutschlandweit einzigen Lehrstuhl für Spaziergangswissenschaften. Unterrichtet wird das exotische Fach ausschließlich an der Kasseler Universität (Hessen).

Doch mit lockerem Spazierengehen hat die "Promenadologie" ebenso wenig zu tun wie mit müßigem Wandeln durch die Landschaft. "Ganz im Gegenteil, es geht eben gerade um das konzentrierte, das bewusste Wahrnehmen unserer Umwelt", erklärt Schmitz.

Dass der Fortschritt die Welt und den Menschen verändere, sei unumgänglich. Dass er sich dabei von der Umwelt entfremde und verlerne, die Welt um ihn herum wahrzunehmen, nicht. "Die Menschen suchen immer mehr nach Idylle und Landschaft, streben aber dennoch weiter in die Städte", sagt Schmitz. Auch mit diesem Widerspruch befasse sich die Spaziergangswissenschaft. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »