Ärzte Zeitung, 09.03.2007

FUNDSACHE

Keuschheitsgürtel für Spinnenweibchen

Weibliche Wespenspinnen können einfach nicht treu sein. Das ist den Spinnenmännchen zwar ein Dorn im Auge, doch immerhin können sie auf originelle Weise verhindern, dass ihre Rivalen mit der Partnerin Kinder zeugen: Am Ende des Sexualakts bricht die Spitze ihres Fortpflanzungsorgans ab und verstopft die Geschlechtsöffnung des Spinnenweibchens.

Über ihre Entdeckung berichten Privat-Dozentin Gabriele Uhl von der Uni Bonn und ihre Hamburger Kollegen Professor Jutta Schneider und Stefan Nessler in der Zeitschrift "Behavioral Ecology" (18, 2007, 174).

Der "Korken" könne zwar den Geschlechtsverkehr mit anderen Männchen nicht verhindern, wohl aber dessen Dauer reduzieren. Das verschaffe dem ersten Partner einen Vorteil, so die Forscher. In jedem Fall muss sich das Männchen nach dem nur acht bis 16 Sekunden dauernden Akt sputen: Ist es nicht schnell wieder genug weg, wird es von dem viel größeren Weibchen verspeist. (Smi)

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