Ärzte Zeitung, 10.05.2007

FUNDSACHE

Biologielehrer zweifeln an Darwin

Die Evolutionstheorie ist heutzutage eigentlich unbestritten - viele Biologiestudenten sind da allerdings anderer Meinung. Nach Umfragen unter 1228 Studienanfängern, darunter waren 148 künftige Biologielehrer, bezweifelt jeder achte Lehramtsstudent der Uni Dortmund die Theorie.

Für 12,5 Prozent der Studienanfänger ist es völlig unklar, ob überhaupt eine Evolution stattgefunden hat - und dies 150 Jahre nach Vorstellung der Theorie durch den britischen Naturforscher Charles Darwin. Die Theorie beschreibt die Entstehung von Tier- und Pflanzenarten durch zufällige genetische Änderungen im Laufe von Jahrmillionen. Sie gehört zum Standard der biologischen Wissenschaft.

Doch auch von den Biologie-Lehramtstudenten zeigten sich 5,5 Prozent skeptisch. Die Vorstellung, gemeinsam mit Schimpansen "äffische" Vorfahren zu haben, lehnen von ihnen neun Prozent ab. (dpa)

Weitere Infos zur Studie im Web unter www.biologie.uni-dortmund.de

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »