Ärzte Zeitung, 10.07.2007

FUNDSACHE

"Kapitalverbrechen" mit Duftnote

Die äußeren Anzeichen in dem Mehrfamilienhaus in Kaiserslautern deuteten auf ein Kapitalverbrechen hin: Die Rollläden der Wohnung waren geschlossen, der Briefkasten nach Aussagen der Nachbarn bereits eine Woche schon nicht mehr geleert, niemand reagierte auf das mehrmalige Läuten an der Haustür.

Fest entschlossen öffnete der Vermieter mit seinem Generalschlüssel unter den wachsamen Augen von Polizeibeamten die Wohnungstür, um der Quelle des Verwesungsgeruchs, den der besorgte Eigentümer vom Treppenhaus aus wahrgenommen und deshalb die Polizei gerufen hatte, auf den Grund zu gehen.

Erleichterung machte sich breit, als der Mieter wohlauf schlafend im Bett vorgefunden wurde. Belohnt wurden die Anwesenden mit der Erweiterung ihrer olfaktorischen Kompetenz: Der "Verwesungsgeruch" ging von den extremen "Schweißfüßen" des Mieters und der im Eingangsbereich aufgetürmten Schmutzwäsche aus. (maw)

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