Ärzte Zeitung, 03.09.2007

FUNDSACHE

Wenn sich der Mensch zum Affen macht

Die meisten Menschen machen sich wahrhaft zum Affen, wenn sie mit Babys kommunizieren: Sie artikulieren weder Wörter noch Sätze, sondern stoßen hohe Töne aus, die selten einen Sinn erahnen lassen. Anscheinend haben sie dieses Verhalten tatsächlich von ihren affigen Vorfahren übernommen, wie US-Forscher herausgefunden haben.

Beim Studium einer Herde freilebender Rhesusäffchen (Macaca mulatta) entdeckten Jessica C. Whitham von der University of Chicago (US-Bundesstaat Illinois) und Kollegen, dass die Affenweibchen spezielle Grunzlaute von sich geben, wenn sie mit Jungtieren in Kontakt treten (Ethology 113, 2007, 862).

Diese Laute unterscheiden sich von jenen, mit denen sich die erwachsenen Äffchen untereinander Informationen mitteilen. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Weibchen mit Hilfe ihrer seltsamen Laute - ähnlich wie Menschen - nur die Aufmerksamkeit der Babys erregen wollen. (Smi)

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