Ärzte Zeitung, 05.11.2007

FUNDSACHE

Wenn im Sarg die Handy-Karte fehlt

Ein Mann aus Montenegro verfügte, nach seinem Tod mit seinem Handy begraben zu werden. Seine Familie kam diesem letzten Wunsch auch nach; doch nun muss der Sarg wieder ausgegraben werden, weil dem Handy die SIM-Karte fehlt.

Zu Lebzeiten verbrachte Arso Banjeglav aus Cetinje jeden Tag Stunden damit, mit seinen Kumpels SMS hin- und herzusenden. Kurz vor seinem Tod trug der 67-Jährige seinem Sohn Brano auf, das geliebte Handy mit in den Sarg zu legen.

Nach dem Begräbnis entdeckte Brano Banjeglav jedoch, dass der eigene Sohn die SIM-Karte des Großvaters hatte. "Mein zehnjähriger Sohn hatte zuvor mit dem Handy gespielt", erzählt der 38-Jährige, "und die Karte ohne mein Wissen entnommen." Da ihm der Wille seines Vaters heilig ist, sieht Brano Banjeglav jetzt keine andere Möglichkeit, als den Sarg wieder auszugraben und zusammen zu führen, was zusammengehört.

(Smi)

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