Ärzte Zeitung, 18.01.2008

FUNDSACHE

Die Schwächsten sind die Größten

Underdogs genießen meist viel größere Sympathien als Gewinnertypen. Das belegt eine neue Studie. Dabei ist das Image entscheidend. Wenn zwei Parteien gleich stark sind, wird jene unterstützt, die als vermeintlich schwächere antritt.

Joseph Vandello und Kollegen von der University of South Florida haben ihre These anhand von vier Studien belegt ("Personality and Social Psychology Bulletin" 33 (12), 2007, 1603). Dazu mussten Probanden olympische Zweikämpfe sowie den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern kommentieren.

Die US-Psychologen fanden schließlich heraus, dass sich die Unterstützung für eine der Parteien leicht beeinflussen ließ. Bei einem ausgeglichenen Basketballspiel etwa fütterten sie die Probanden mit Informationen, wonach eine der beiden Mannschaften der haushohe Favorit sei. Sogleich wechselten die meisten Zuschauer zu den vermeintlichen Underdogs. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »