Ärzte Zeitung, 18.02.2008

FUNDSACHE

Kein Essen für Übergewichtige?

Im US-Bundesstaat Mississippi sieht ein Gesetzesentwurf vor, Restaurants zu bestrafen, wenn sie künftig fettleibige Kunden bedienen. Zwar werden der politischen Initiative kaum Chancen zugerechnet, jemals in Gesetzesform gegossen zu werden.

Doch ist sie Ausdruck eines gewichtigen Problems, das den Bundesstaat jährlich geschätzte 220 Millionen US-Dollar (etwa 150 Millionen Euro) für ärztliche Behandlungen infolge von Übergewicht kostet.

Wie die britische Tageszeitung "The Daily Telegraph" berichtet, wollen Ted Mayhall und zwei Parteikollegen durch ihren Gesetzesentwurf vor allem die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Problem lenken. Ginge es nach ihnen, dann könnten Gesundheitskontrolleure in Zukunft jenen Restaurants die Lizenz entziehen, die "wiederholt" extrem übergewichtige Menschen bedienen. Zwei Drittel der Einwohner Mississippis sind übergewichtig, ein Drittel adipös. (Smi)

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