Ärzte Zeitung, 26.08.2008

Fundsache

Von den Ängsten eines Zockers

Ein Österreicher, der einen Raubüberfall vortäuschen wollte, ist am Ende in einem Krankenhaus gelandet. Aus Angst davor, seiner Angetrauten zu beichten, dass er Tausende Euro in einem Kasino verzockt hatte, fügte er sich eigenhändig schlimme Verletzungen zu.

Josef Reiner aus Wien brach sich die Nase, den Kiefer und den Arm, indem er sich mit einer Eisenstange selbst peinigte, um den scheinbaren Raubüberfall möglichst authentisch aussehen zu lassen. Als seine Schmerzen unerträglich wurden, suchte er Hilfe in einem Krankenhaus.

Ärzte informierten umgehend die Polizei, wie die Online-Agentur Ananova berichtet. Der 26-jährige gestand schließlich, was ihm tatsächlich widerfahren war. "Er muss große Angst vor seiner Frau gehabt haben, dass er so große Schmerzen auf sich nahm anstatt sich ihr anzuvertrauen", sagte ein Polizeisprecher. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
Krankheiten
Schmerzen (4276)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »