Ärzte Zeitung online, 11.02.2009

Wettbewerb um Loriots "Steinlaus" bringt neue Arten hervor

BERLIN (dpa). Loriots "Steinlaus", die seit Jahren einen eigenen Eintrag im Medizinlexikon "Pschyrembel" besitzt, hat Gehörn und Keilzähne bekommen. Peter Brauch aus Laufenburg beschrieb mit dem Beitrag "Neue Mutationen der Steinlaus Petrophaga lorioti" zwei genetisch veränderte Versionen des Tiers an der deutsch- schweizerischen Grenze.

Damit gewann er den Hauptpreis im Wettbewerb des Wissenschaftsverlags Walter de Gruyter (Berlin/New York) um den besten Artikel zum "weltweit kleinsten Nagetier, der Steinlaus". Brauchs Beitrag werde in die Online-Version des klinischen Wörterbuchs "Pschyrembel" eingetragen, teilte der Wissenschaftsverlag am Dienstag mit.

Diese Ehre wird auch dem Beitrag von Simone Edelberg aus München zuteil. Sie verblüffte mit der Auffindung eines völlig neuen Lebensbereiches der Tiere: "Neue Steinlausart in Puderdose entdeckt". Alle 27 von "tätigen Steinlausforschern" eingereichten Arbeiten können im "Pschyrembel" Weblog www.die-steinlaus.de nachgelesen werden. Zur Jury des Wettbewerbs gehörten unter anderem Vicco von Bülow alias Loriot sowie der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen ("Die Leber wächst mit ihren Aufgaben").

Die Steinlaus wurde erstmals 1976 dem staunenden Publikum präsentiert. In einer Parodie auf den Fernseh-Zoologen Bernhard Grzimek stellte Loriot den "possierlichen kleinen Racker" vor. Bereits 1983 wurde die Steinlaus in die 255. Auflage des Wörterbuchs "Pschyrembel" aufgenommen.

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