Ärzte Zeitung online, 12.02.2009

Schweden: Polizisten halten Operngesang für Schmerzensschreie

STOCKHOLM (dpa). Zwei schwedische Polizeibeamte haben sich als unerschrockene Helfer von Frauen in vermeintlicher Not, aber auch als musikalisch unbedarft erwiesen. Wie die Zeitung "Västerbotten-Kuriren" in Umeå knapp unter dem Polarkreis am Donnerstag berichtete, hörten die beiden Beamten bei einer abendlichen Patrouille sehr laute Schreie einer Frau aus dem zu einem Hotel umgebauten alten Gefängnis.

Weil sie sich als Ursache dafür nur körperliche Misshandlung vorstellen konnten, stürmten beide ohne zu zögern Richtung Lärmquelle und brachen eine Tür auf.

Auf der anderen Seite der Tür offenbarte sich ihnen das friedliche Bild von Mitgliedern eines südafrikanischen Chors, die gemeinsam ihr Essen zubereiteten. Eine Sängerin wollte auch bei dieser Freizeitbeschäftigung nicht auf ihre Stimmübungen verzichten, die bei den Polizisten den falschen Eindruck von "Gewalt gegen Frauen" erzeugten.

In dem Bericht hieß es abschließend, die Chormitglieder, die für einen Auftritt in der Oper von Umeå nach Nordeuropa gekommen waren, hätten an der eingetretenen Tür zu ihrem Gemeinschaftsraum nachts abwechselnd Wache gehalten.

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