Ärzte Zeitung, 15.04.2009

Fundsache

Vergessen? Diese Ausrede zählt nicht!

In Los Angeles lebt ein Mann, der sich an nahezu jedes Erlebnis seit seiner Kindheit erinnern kann. Bob Petrella gilt als weltweit vierter Mensch mit hyperthymestischem Syndrom. Der 58-jährige TV-Produzent entdeckte seine Fähigkeit in der Grundschule, als er jeden Test bestand, ohne dafür zu lernen.

"Ich hatte schon immer dieses verblüffende Gedächtnis, damit angeben wollte ich aber nie", so Petrella. 2008 nahm er an einer Studie der University of California teil. Ärzte diagnostizierten bei ihm das hyperthymestische Syndrom, eine extrem starke Ausprägung des episodischen Gedächtnisses. Jenes Phänomen beschrieben Hirnforscher erstmals 2006 bei der US-Schriftstellerin Jill Price.

"Am besten erinnere ich mich an Dinge, die mich interessieren", sagt Petrella. "Das können Sportereignisse, historische oder politische Daten sein." (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »