Ärzte Zeitung online, 30.04.2009

Schwedisches Gericht verbietet "Orgasmuskirche"

MALMÖ (dpa). Schweden dürfen künftig nicht mehr in die "Orgasmuskirche" gehen. Wie die Zeitung "Sydsvenskan" (Malmö) am Donnerstag berichtete, hat das Oberlandesgericht Göteborg den lange umstrittenen Namen einer freikirchlichen Gemeinde des aus Spanien stammenden Maler Carlos Bebeacua im südschwedischen Lövestad untersagt.

Das Oberlandesgericht stieß damit ein entgegengesetztes Urteil aus erster Instanz um und begründete seine Entscheidung damit, dass der Name "anstößig" und "gegen die guten Sitten" sei.

In der "Kirche" mit angeblich mehreren hundert Gemeindemitgliedern hängt im "Gebetsraum" Bebeacuas großformatiges Gemälde "Madonna des Orgasmus". Der in Schweden lebende Künstler hatte damit 1992 auf der Weltausstellung in Sevilla Anstoß erregt, weil zahlreiche Besucher das Bild als Pornografie empfanden.

Bebecua hat sich in Schweden vergeblich um die Anerkennung seiner Initiative als religiöse Glaubensgemeinschaft bemüht. Er vertritt die Meinung, dass ein Orgasmus "die ultimative Begegnung mit Gott ist".

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »