Ärzte Zeitung, 11.05.2009

Fundsache

Paffen auf Behördenwunsch

Eine chinesische Kommunalverwaltung hat eine Richtlinie kassiert, die städtischen Bediensteten vorschrieb, mehr zu rauchen, um die Steuereinnahmen anzukurbeln. Die Behörden der Gemeinde Gong'an hatten ihren Angestellten vorgeschrieben, jährlich 230 000 Zigaretten-Packungen der heimischen Marke Hubei zu rauchen. Jene Angestellten, die zu wenig rauchten oder gar Kippen anderer Hersteller, wurden mit einem Bußgeld belegt oder gefeuert, berichtet der britische Sender BBC.

Ein Artikel in einer Lokalzeitung schlug jetzt so hohe Wellen, dass die Verordnung zurückgenommen wurde. Vorerst. Denn die Behörde arbeite jetzt an einem Plan, wie man sich auf andere Weise gegen die nationale und internationale Tabak-Konkurrenz besser behaupten kann, heißt es weiter. In China ist der Tabakkonsum weit verbreitet, dem Bericht zufolge raucht sogar jeder zweite Arzt. (Smi)

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