Ärzte Zeitung, 11.05.2009

Fundsache

Paffen auf Behördenwunsch

Eine chinesische Kommunalverwaltung hat eine Richtlinie kassiert, die städtischen Bediensteten vorschrieb, mehr zu rauchen, um die Steuereinnahmen anzukurbeln. Die Behörden der Gemeinde Gong'an hatten ihren Angestellten vorgeschrieben, jährlich 230 000 Zigaretten-Packungen der heimischen Marke Hubei zu rauchen. Jene Angestellten, die zu wenig rauchten oder gar Kippen anderer Hersteller, wurden mit einem Bußgeld belegt oder gefeuert, berichtet der britische Sender BBC.

Ein Artikel in einer Lokalzeitung schlug jetzt so hohe Wellen, dass die Verordnung zurückgenommen wurde. Vorerst. Denn die Behörde arbeite jetzt an einem Plan, wie man sich auf andere Weise gegen die nationale und internationale Tabak-Konkurrenz besser behaupten kann, heißt es weiter. In China ist der Tabakkonsum weit verbreitet, dem Bericht zufolge raucht sogar jeder zweite Arzt. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
Organisationen
BBC (417)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gröhes Sonnenschein-Politik

Bei der Eröffnung des Ärztetags weiß sich der Gesundheitsminister bei Partnern. Kritik hat Gröhe nur für den Koalitionspartner übrig und freut sich auf ein Wiedersehen beim Ärztetag 2018. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »