Ärzte Zeitung, 22.05.2009

Fundsache

Schreckschuss mit Folgen

Dummheit und Dreistigkeit werden doppelt bestraft, das zeigte sich jüngst bei einem jungen Saarländer, der nach einem Missgeschick mit seinem besten Stück die Schuld auf einen Dritten schieben wollte. Wie die Polizei Saarbrücken mitteilte, kam der 27-Jährige am Dienstagabend mit blutverschmierten Händen in eine Polizeiwache. Ein Fremder habe ihm in seinen Penis geschossen, sagte er aus. Eine rasche Überprüfung zeigte tatsächlich eine Verletzung an besagter Stelle. Die Hose jedoch war unversehrt, wie die Polizei mitteilte.

Das habe nur einen Schluss zugelassen: Der Betrunkene musste sich selbst verletzt haben. Der Mann gab schließlich zu, die Waffe im Hosenbund getragen zu haben. Beim Hantieren mit der Schreckschusspistole habe sich dann der Schuss gelöst. Der Mann kam in eine Klinik. Ihm droht eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. (dpa/maw)

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