Ärzte Zeitung, 04.02.2010

Fundsache

Geschmackloses Happening

Mit einem Happening haben britische Aktivisten gegen die Homöopathie demonstriert: Sie schluckten Dutzende von Kügelchen und warteten auf die Wirkung - vergeblich. In Liverpool, Manchester, Glasgow, London und anderen Orten zogen Hunderte Demonstranten vor Filialen der Apothekenkette Boots, um sich eine "Überdosis" Homöopathika einzuwerfen und damit zu beweisen, dass die Präparate wirkungslos seien. Boots hatte kürzlich sein Sortiment um homöopathische Mittel erweitert.

Wie der Sender BBC berichtet, gab der staatliche Gesundheitsdienst NHS von 2005 bis 2008 fast 14 Millionen Euro für homöopathische Behandlungen aus. "Sie sollen nicht Zuckerpillen an Leute verkaufen, die krank sind", so der Aktivist Michael Marshall von der Merseyside Skeptics Society. Die Homöopathie-Gesellschaft sprach von einem "geschmacklosen Trick". (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
Organisationen
BBC (422)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »