Ärzte Zeitung online, 15.12.2010

Argentinischer Erzbischof: Der Weihnachtsmann ist ein "fetter roter Mann"

BUENOS AIRES (dpa). Der argentinische Erzbischof Fabriciano Sigampa hat den Weihnachtsmann als "fetten roten Mann" verteufelt, der in der christlichen Weihnacht nichts zu suchen habe. Die Gläubigen in der Kathedrale der Stadt Resistencia im Nordwesten des Landes trauten ihren Ohren nicht, als der Kirchenmann bei der Messe über den Weihnachtsmann herzog.

Schon die Kleinsten "sollen wissen, dass es Geschenke nur Dank der Anstrengungen der Eltern und mit der Hilfe von Jesus gibt", zitierte das Onlineportal "Corrientesya" den Geistlichen am Dienstag (Ortszeit).

Der Weihnachtsmann hatte den Zorn des Erzbischofs auf sich gezogen, weil ein örtlicher Bürgerverein mit Hilfe von Sponsoren und der Stadtverwaltung ein "Weihnachtsmannhaus" auf dem zentralen Platz vor der Kathedrale aufgebaut hatte. Dort sollten Kinder Wunschzettel abgeben können und Kinder aus armen Familien Geschenke bekommen.

Das sei ja nur eine Werbeveranstaltung, schimpfte der Erzbischof, und das habe mit Weihnachten nichts zu tun. Um weiteren Krach mit der Kirche zu vermeiden, benannte die Stadt das Häuschen schnell in Weihnachtshaus um. Und der dicke rote Mann musste auch ausziehen.

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »